Korps-SoLa 14 - Echarlens

Das Lager beginnt

Am Bahnhof
Früh am Morgen am Bahnhof Bonstetten-Wettswil

Wie gewöhnlich startete das Abenteuer Korps-Sola 2014, für einen Langschläfer wie mich, viel zu früh am Samstagmorgen am Bahnhof Bonstetten-Wettswil mit einem Antreten, doch dieses Mal gab es im HB pünktlich um 8:45 Uhr nochmal ein Antreten, ein Korpsantreten mit allen sieben Abteilungen. Jede Abteilung wurde begrüsst und dann schlängelten wir uns durch den Gleis- und Menschendschungel im HB hindurch, bis wir schlussendlich alle im Zug sassen.

Wir erlebten eine laute und lustige Fahrt nach Fribourg mit den Säuliämtlern in unserem Wagen. Wir mussten nur einmal in einen Bus umsteigen, der uns zu einer Bushaltestelle chauffierte, die nur einen kurzen Spaziergang vom Lagerplatz entfernt war. Nach einer vierstündigen Reise erreichten wir am Mittag unsere Wiese, die für die nächsten zwei Wochen als unser Lagerplatz dienen sollte. Diese war leicht abfallend, hatte viele Quellen und war richtig schön schlammig. Aber davon liessen wir uns nicht beeindrucken und machten das, was man in dieser Situation so tut.

Der Lagerplatz
Der Lagerplatz: Am unteren Ende einer mit Wasser gesättigten Wiese.

Nachdem wir uns kurz verpflegt hatten, verbrachten wir den Rest des Nachmittags damit das Material auszuladen, Holz für ein Feuer zu suchen, die Zelte aufzubauen und uns darin einzurichten, die Küche einrichten, und den Versuch ein WC zu graben. Jedoch blieb es vorerst bei einem Versuch. Denn wie beim Loch für die Feuerstelle und Kompost wurde jede Schaufel voll Erde welche aus dem Loch mühevoll herausgekratzt wurde, sofort mit nachlaufendem Grundwasser wieder ersetzt.

Im Verlaufe des Nachmittags besuchten uns Wickie und sein Vater. Sie stellten sich uns kurz vor.

Der erste Regen

Nach der Arbeit hatten wir uns den Cordon–Bleu Znacht redlich verdient und so wollten wir uns dann auch in unsere Zelte verziehen, jedoch war Petrus anderer Meinung. Die am Nachmittag ausgehobenen Kanäle waren schnell überfüllt und mussten erweitert werden. Rein in die Regenklamotten und Kanäle ausheben.

Bereits am nächsten Morgen – nach einer kurzen erholsamen Nacht welche die einen in der Notunterkunft beim Bauern und andere im VW-Bus, und ein paar wenige in den Zelten auf dem Lagerplatz verbrachten – zogen wir wieder in den Zelten auf unserem Lagerplatz ein.

Die anderen Völker

Der Entdecker
Der Entdecker Jante van der Brekelenkam begrüsst alle sieben Völker auf Octaterra

Nun war es an der Zeit die Umgebung ein bisschen besser kennenzulernen. Nichts eignet sich dafür besser, als ein OL. Also lösten die Wölfe und die Pfadis gemeinsam in 5-er bis 6-er Gruppen die vier Aufgaben. Bei jedem Posten erhielten sie eine dreistellige Zahl. Uns war bald klar, dass das Koordinaten sein müssen, doch wir konnten diesem Rätsel nicht sofort auf die Spur gehen, denn nun war es höchste Zeit sich ein kurzes Theater zu überlegen und sich auf den Weg zum Korpsanlass zu machen. Auf einer Halbinsel, die sich Morlon beach nennt, versammelten sich alle 350 Teilnehmer des Korps-Solas.

Canif rouge
Das Team von der Lagerzeitung Canif rouge stellt sich vor

Zunächst gab es viele Informationen zum Lager, u.a. wurde die Lagerzeitung «Canif rouge», mit dem Redaktionsteam Goblin, Kängi und Mammut, vorgestellt. Sie werden in den folgenden zwei Wochen mehrere Ausgaben einer Lagerzeitung zusammenstellen und an die Abteilungen verteilen. Anstelle eines Computers werden sie mit einer Schreibmaschine und von Hand arbeiten. Anschliessend stellten sich alle Abteilungen mit einem kurzen Theater vor: die Abteilung Altberg waren Minions, die Säuliämtler waren Sueva Inventum, Limmattal waren Bora-Boraner, RB waren die Waldgeister, Vennes waren Rakhis, WT wusste noch nicht genau was für ein Volk sie seien und wir, Albis & Felsenegg waren die Wikinger.

Wir sind die Wickinger
Wir stellen uns den anderen Völkern vor

Nachdem noch einige Fotos für die Postkarte, die sicher einige von euch bekommen haben, geschossen worden waren, assen wir gemeinsam Abendessen und kehrten bald wieder zum Lagerplatz zurück.

Wickie braucht unsere Hilfe

Wickie war von der bösen Blau-Flecken-Krankheit befallen worden und hatte nun am ganzen Körper blaue Flecken. Zum Glück hatten wir noch die Koordinaten des OLs, denn diese führten uns zu einem Heiler mit dessen Hilfe wir alle Zutaten für einen Heiltrank fanden und diesen auch zusammenbrauen konnten und so Wickie wieder gesund machten.

Während die Pfadis am nächsten Morgen am Lagerplatz weiterbauten, halfen die Wölfe zwei Wikingerdamen, denen ihre Zeitungskleider für die Modeschau gestohlen worden waren. Sie fassten den Dieb und brachten die Kleider unversehrt zu ihren Besitzerinnen zurück.

Das chamer chläbe

Den Nachmittag und Abend verbrachten wir zusammen mit der Pfadi Abteilung Altberg und WT bei einer Crazy Challenge: bei ver­schie­denen Leuten (z.B. Jäger, Bauer,…) musste man eine Aufgabe lösen und dafür bekam man einen Zettel mit einem bestimmten Gegenstand darauf (z.B. ein Gewehr, Getreide,…) mit diesen Zetteln konnte man sich eine Karte kaufen, auf der der Schatz eingezeichnet war. Bald hatten wir den Schatz, in Form von Keksen, gefunden. Das Schicksal wollte das Wotans Velo brach und der Lagerspruch «Chamer Chläbä» wurde erfunden.

Loki klaut unsere Kekse

Schwedenfackel
Gemütlicher Sing-Song um eine Schwedenfackel

Zum ersten Mal seit dem Beginn des Lagers konnten wir lange ausschlafen. Nach dem Aufstehen und dem Morgenturnen wurden wir von einem leckeren Frühstück erwartet. Es gab Rührei, Brot mit Marmelade oder Nutella und verschiedene Müesliarten.

Frisch gestärkt lernten wir Pfaditechnik und konnten das neue Wissen sogleich auch anwenden. Als unsere Köpfe vor lauter Informationen schon fast zu rauchen begannen, durften wir eine Pause einlegen und unser verdientes Mittagessen essen.

Am Nachmittag stand uns ein Atelier bevor. Wir konnten auswählen, ob wir Masken aus Gips, Knetbälle aus Ballonen und Mehl oder Minions aus Überraschungseiern anfertigen wollten. Zudem überlegten wir uns alle einige Beiträge für den Abschlussabend, der an diesem Tag noch stattfand.

Als alle soweit waren, begann der Abend mit einer lustigen Aufführung der Leiter: einem Liliput. Dabei versteckte sich je ein Leiter hinter einem anderen, sodass man nur noch seine Arme und Hände sah. Nun versuchte dieser den Vorderen mit allem Möglichen zu füttern. Dabei sieht er jedoch, sehr zum Vergnügen des Publikums, nichts. Fortgesetzt wurde der Abend mit den Beiträgen der Pfadis. So machten wir ein Popcornwettessen, durften uns einen spannenden Comic und ein kleines Theater anschauen und hörten noch ein selbst geschriebenes Lied über unser bisheriges Lager. Müde verkrochen wir uns zum letzten Mal in unsere Betten.

Wikingerolympiade — Baden — BiPi-Füür

Lagerolympiade
Voller Einsatz bei der Lagerolympiade

Unsere frisch aufgetankten Kräfte brauchten wir am folgenden Morgen für eine Wikingerolympiade, bei der unsere Geschicklichkeit, Schnelligkeit und unsere Teamarbeit auf die Probe gestellt wurde. Am Nachmittag kühlten sich die Wölfe im Freibad in Bulle und die Pfadis im nahegelegenen See ab.

BiPi-Feuer
Das BiPi-Feuer als Abschluss eines besinnlichen Abends

Der Abend war sicher einer der Höhepunkte des Lagers, zuerst sprachen wir in kleinen Gruppen über die Pfadi, was uns gefällt? Was wir erreichen wollen? Welches das schönste Erlebnis ist? Anschliessend machten wir ein grosses BiPi-Füür. Zusammen mit dem Korps hörten wir eine Geschichte und es gab auch noch warme Schoggi für alle.

Tageswanderung und Turmbau

Die Wölfe auf der Tageswanderung
Die Wölfe auf der Tageswanderung

Direkt nach dem Frühstück zogen die Wölfe und die Pfadis los zur bevorstehenden Tageswanderung mit der Abteilung Limmattal.

Die Wanderung der Wölfe führte durch einen märchenhaften Wald und diejenige der Pfadis durch eine beeindruckende Schlucht. Nach der Rückkehr begannen wir einen Turm zu bauen.

Was ist mit den Pfadis los?

Es wurde bis zum Eindunkeln voller Elan am Turm gebaut
Es wurde bis zum Eindunkeln voller Elan am Turm gebaut

Der Turm war am Abend schon fast fertig gebaut, obwohl die Arbeit durch das seltsame Verhalten einiger unserer Pfadis unterbrochen wurde. Sie nahmen Gegenstände vom Boden auf, trugen sie mit sich herum, liessen sie wieder liegen. Sogar einen Wolf nahmen sie mit. Da konnte etwas nicht stimmen, deshalb folgten wir ihnen. Auf der Verfolgungsjagd wurde noch ein Wölfli entführt und den Pfadis gelang die Flucht. Bald fanden wir jedoch einen Hinweis, der uns wieder zu ihnen brachte. Wir eroberten unsere Wölfe zurück, doch die Pfadis entwischten. Als wir wieder beim Lagerplatz angelangt waren, erwarteten uns unsere Pfadis. Sie konnten sich an nichts erinnern. Wahrscheinlich waren sie unter dem Bann von Loki gestanden und hatten diese Dinge sozusagen unter Hypnose getan. Dies war jedoch nicht das einzige merkwürdige Geschehnis, das sich in den nächsten Tagen noch ereignen sollte.

Das Horn

Das Baden im See macht immer wieder Spass - besonders mit dem Gumiboot und dem Kanu
Das Baden im See macht immer wieder Spass - besonders mit dem Gumiboot und dem Kanu

Bereits am nächsten Morgen kam ein Wikinger zu uns und erzählte uns von einem Horn über dass er leider nichts wisse, ausser, dass wenn man einmal in das Horn bläst, werden die Eisriesen wach. Das würde den Untergang bedeuten. Der Wikinger wollte aber noch mehr über dieses mächtige Horn erfahren, deshalb hatte er eine verschlüsselte Botschaft dabei, die uns zu seinem Kollegen brachte. Dieser konnte uns noch etwas über das geheimnisvolle Horn erzählen: wenn das Horn zweimal geblasen wird, gehen die Eisriesen wieder schlafen und ein Weltuntergang ist verhindert. Als die Sonne sich wieder voll ins Zeug legte und mit voller Kraft versuchte auch den letzten Tropfen Schweiss aus uns heraus zu bringen, konnten alle, die wollten bei Morlon Beach im See baden gehen. Die übrigen bauten am Turm auf dem Lagerplatz weiter.

Das Achte Volk

Mit einer bösen Überraschung wurden wir am Donnerstagmorgen geweckt: unsere Abteilungsfahne war weg und an ihrer Stelle befanden sich drei kleine schwarze Fähnchen und in der Mitte der Fähnchen war eine Nachricht mit einem Messer im Boden befestigt. Die Botschaft stammte von einem gewissen achten Volk, das angeblich auch auf dem achten Kontinent hauste und das von uns verlangte, dass wir den Kontinent umgehend wieder verlassen, ansonsten sollen wir gegen dieses Volk kämpfen. Dazu mussten wir zu einer bestimmten Zeit an einem gegebenen Punkt erscheinen. Für uns stand klar, dass wir unser tolles Lager nicht kampflos aufgaben.

Deshalb machten sich unsere Pfadis am Freitag nach dem Mittagessen auf zu den gegebenen Koordinaten. Mittlerweile hatten wir herausgefunden, dass die anderen Abteilungen ebenfalls einen solchen Brief bekommen hatten und sich nun auf zu diesem Punkt machten. Während die Wölfe am Lagerplatz ihre Zelte aufräumten und Postkarten schrieben, absolvierten die Pfadis einen Wettkampf gegen die anderen Abteilungen und das achte Volk.

Unsere Helden: Helix und Knorrli

Gleich nach der Ankunft bauten die Pfadis ihre Firste auf und schon bald begann das Spiel. Es war ein Geländespiel mit viel Action; alle wollten gewinnen und so wurde viel gekämpft. Am Ende war es die kleine Abteilung Albis & Felsenegg, die mit nur einem Dutzend Pfadis vertreten war, welche den zweiten Rang hinter den Altberglern holte. Das Spiel war aber noch nicht vorbei, denn die Fahnen waren noch immer verschwunden. Von jeder Abteilung wurden zwei ausgeschickt um die Fahne heimzubringen. Zwei Stunden später waren es Helix und Knorrli, die die erste Fahne, unsere Fahne, zum Lagerplatz brachten und somit hatten wir gewonnen!!! So gingen alle berauscht von diesem Sieg schlafen, die einen früher die anderen später, denn es erwartete uns noch ein zweites Geländespiel am Samstagmorgen.

Die Wälfe kommen zur Hilfe

Am nächsten Tag eilten die Wölfe den Pfadis zu Hilfe für den zweiten Teil vom Geländespiel. Es war die Aufgabe der Wölfe möglichst viele Quartett-Teile zu finden und ins HQ zubringen ohne von den Bösen erwischt zu werden. Während dieser Zeit versuchten die Pfadis einen Ball in das gegnerische HQ zu werfen ohne ihr Leben zu verlieren.

Nach dem Essen war dann noch die Wiederholung des Abteilunswettkampfs, ohne die Anwesenheit von Luchs mussten wir die Aufgaben neu verteilen. Ins rennen gingen: Mila, Helix, Condura und Makoma. Schlussendlich erreichten wir den fünften Platz mit zwei Minuten Abstand auf die nächsten Verfolger.

Bei der Rangverkündigung kam heraus, dass wir Pfadis im Wettkampf und im Geländespiel viel besser gewesen waren, als das achte Volk, also musste dieses nun den Kontinent verlassen und von nun an konnten wir wieder unsere Ruhe geniessen.

Loki lässt uns keine Ruhe

Beruhigt kehrten wir zum Lagerplatz zurück, doch an Erholung und Schlaf war noch nicht zu denken, denn als der Wikinger mit seinem mächtigen Horn wieder auftauchte um dieses Thor zu überreichen und somit in Sicherheit zu bringen, wurden wir von niemand anderem als vom bösen Loki überrumpelt, der uns in den letzten Tagen schon genug auf Trab gehalten hatte, und ihm gelang es mit dem Horn zu fliehen. Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten, entdeckten wir einen Zettel, auf dem stand, dass man das Horn nur blasen könne, wenn es zuvor nass gemacht worden war. Also gingen wir in Richtung See. Auf dem Weg dorthin fanden wir erneut einen Zettel. Dieser war von Loki höchst persönlich geschrieben:

Lieber Dr. Wuu,
ich bin nun im Besitz des Hornes. Ich möchte mich mit dir und allen anderen bösen Mächten an folgendem Punkt (Koordinaten) treffen um mit euch gemeinsam das Horn zu blasen und den darauf folgenden Weltuntergang zu geniessen.
Liebe Grüsse Loki

Ohne zu zögern ermittelten wir den Punkt auf der Karte und gingen auf schnellstem Weg dorthin. Dort erwartete uns ein Kerzenweg für die Wölfe und ein Schnurweg für die Pfadis. Am Ende der Wege trafen wir wieder aufeinander, doch eine unserer Wölfe, Leonie, unser Geburtstagskind, fehlte. Wir behielten einen klaren Kopf und fanden einen Brief von Dr. Wuu an Loki:

Lieber Loki,
Es tut mir leid, aber ich werde es leider nicht rechtzeitig zum abgemachten Treffpunkt schaffen. Treffen wir uns hier (Koordinaten).
Liebe Grüsse Dr. Wuu

Am angegebenen Punkt kämpften wir gegen Loki und seine bösen Komplizen, aber sie konnten entkommen. In der Ferne hörten wir, wie das Horn geblasen wurde. Das bedeutete der Weltuntergang, falls es uns nicht gelingen sollte das Horn wieder in unseren Besitz zu bekommen, bevor es dafür zu spät ist. Immerhin hatten wir unseren Wolf wieder.

Wir gingen zurück zu unserem sicheren Lagerplatz, dort wurde Leonie Siegrist auf den Namen Runja getauft und nach diesem anstrengenden Abend legten wir uns auf’s Ohr.

Die Wölfe gehen nach Hause

Der nächste, für die Wölfe der letzte Morgen brach herein. Bevor die Eltern kamen, musste noch einiges vorbereitet werden: die Bänke und Tische mussten unter das vor dem Regen schützende Dach getragen werden, das zweite WC wurde fertiggestellt, Holz für ein Feuer wurde gesammelt und das Buffet bereitgestellt. Bereits kurz vor zehn Uhr fanden sich die ersten Eltern auf dem Lagerplatz ein. Nach und nach wurde es immer enger unter dem Blachendach, denn alle flüchteten vor dem Regen. Das Buffet wurde eröffnet und es wurde gegessen, getrunken, erzählt und gelacht. Irgendwann waren alle Eltern und alle Wölfe weg.

Nun beschlossen wir bei diesem Regen einige Spiele im trockenen Zelt zu spielen. So verflog die Zeit im Handumdrehen und schon war es Abend. Es begann wieder heftiger zu stürmen und wir gönnten uns ein bisschen Schlaf und verkrochen uns in unsere Zelte.

Regen und Schoggi

Aus sicherer Quelle ist bekannt, dass Helix die Schokolade nicht alleine gegessen hat
Aus sicherer Quelle ist bekannt, dass Helix die Schokolade nicht alleine gegessen hat.

Das Wetter war nur ein bisschen besser als am vorherigen Tag, deshalb besuchten wir die Schokoladenfabrik von Cailler, die ganz in der Nähe lag. Leider waren wir nicht die einzigen, die diese Idee gehabt hatten und die Wartezeiten waren dementsprechend lang. Wir besuchten deshalb keine Führung, sondern begnügten uns mit dem Schokoladenshop, in dem wir uns mit durchschnittlich etwa fünf Tafeln Schokolade pro Person eindeckten. Einige bleiben noch in der Stadt Bulle und der Rest ging zurück zum Lagerplatz um im See schwimmen zu gehen.

Zu Besuch bei den andern Abteilungen

Unsere Gäste fanden es unter dedm Blachenzelt gemütlich
Unsere Gäste fanden es unter dedm Blachenzelt gemütlich

Am Dienstag stand ein ganz spezieller Hike auf dem Programm: die Pfadis wurden in kleinen Gruppen zu den Lagerplätzen von anderen Abteilungen geschickt und verbrachten dort den Abend und die Nacht. Zu uns auf den Lagerplatz kamen auch einige Pfadis aus verschiedenen Abteilungen. Viel mehr, als wir erwartet hatten. Es gelang uns trotzdem alle irgendwo unterzubringen und einen gemütlichen Abend mit Gemeinschaftsspielen zu gestalten. Mit dem beruhigenden getröte unserer Trompete weckten wir unsere Gäste sanft aus dem Schlaf. Wir assen noch gemeinsam Frühstück, dann wurde gepackt und als wir noch ein Gruppenfoto machten, kamen bereits die ersten Pfadis unserer Abteilung zurück. Nach und nach trudelten alle unsere acht Pfadis müde und mit ihren individuellen Erlebnissen ein.

Die Rettung der Welt

Bis zum Mittagessen konnten sie sich ausruhen, denn am Nachmittag kam erneut der Wikinger mit dem Horn zu uns. Er hatte es im Wald gefunden und wollte nun mit uns die Welt retten, indem wir das erneut nass machten und zweimal bliesen.
Dafür gingen wir runter zum See. Als wir von unserer Heldentat zurück kehrten, steckte der Hammer von Thor im Boden und niemand konnte ihn aufheben, denn dies gelingt nur Thor höchst persönlich. Also beschlossen wir den Hammer zu tarnen und so zu tun, als ob wir ihn gar nicht bemerkt hätten.

Abschied von OctaTerra

Die Lagerleiter von allen sieben Abteilungen auf der Suche nach den Schoggi-Bananen
Die Lagerleiter von allen sieben Abteilungen auf der Suche nach den Schoggi-Bananen

Das Ende des Lagers rückte immer näher, deshalb versammelten sich am Donnerstagnachmittag alle verbliebenen Teilnehmer noch ein letztes Mal auf Morlon Beach. Jede Abteilung hatte sich inzwischen ein Gedicht oder ein Lied über ihr Lager ausgedacht und trug dieses vor. Alle Gedichte und Lieder wurden zusammengetragen und mit einem speziellen Ritual in der Erde vergraben. Nun hatten wir offiziell den achten Kontinent entdeckt und für uns eingenommen. Wir bauten alle zusammen noch ein Schiff für das achte Volk, dass sie unseren Kontinenten verlassen konnten. Als Dank gab es noch Schokoladenbananen für alle. Als die Sonne untergegangen war und sich die Sterne am Himmel ausbreiteten, wurden wir Zeugen eines spektakulären Abschlusses, bei dem sich jede Abteilung mit einem Feuerwerk, dass beim jeweiligen Lagerplatz abgefeuert wurde, verabschiedete. Ganz zum Schluss machten wir noch ein Korpsabtreten.

Auf der Suche nach Thor

Zurück am Lagerplatz erwartete uns ein Wikinger, der uns mitteilte, dass wir Thor finden müssten um den Hammer von unserem Grundstück, unserem Lagerplatz, zu entfernen. Er gab uns einen Zettel, auf dem eine Zahl geschrieben stand. Dies war eine Höhenangabe von einem Punkt, der uns zu weit entfernt vom Lagerplatz erschien um ihn zu dieser späten Stunde noch aufzusuchen. Wir beschlossen in der Früh am nächsten Morgen aufzubrechen. So standen wir tapfer um 5:15 Uhr auf und eine halbe Stunde später sassen wir auf unseren Velos. Bald verflog bei den meisten die Müdigkeit und wir genossen die Tour. Als es endlich so weit war, hatten wir einen guten Blick auf den Sonnenaufgang, der uns mit seinem schönen Farbenspiel verwöhnte. Als wir oben auf einem Hügel, beim angegebenen Punkt angekommen waren, suchten wir nach einem weiteren Hinweis, den wir schlussendlich nach einer ausgedehnten Suchaktion auch fanden. Doch da vereinzelte Mägen vor Hunger knurrten, fuhren wir mit angenehm frischem Fahrtwind im Gesicht zurück ins Tal und zum Lagerplatz.

Das letzte Nachtessen

Nachdem wir uns verpflegt hatten, ruhten wir uns kurz aus und begannen dann mit dem Lagerabbau. Dies war von nun an unsere Hauptbeschäftigung bis zur Abreise. Stundenlang wurden Blachen geputzt, Spatze eingerollt, Nägel gezogen und nebenbei auch noch Catch the Flag mit der Abteilung Altberg gespielt. All dies belohnt von einem super Abschlussessen: Poulet über dem Feuer, gesponsert vom Metzger.

Abschied vom Lagerplatz

Am Samstagmorgen räumten wir noch die letzten Zelte und Materialien in unseren Materialtransportwagen und liefen bei regnerischem Wetter zur Bushaltestelle. Im Trockenen fuhren wir bis zum Bahnhof Bonstetten-Wettswil, wo wir bereits von den Eltern erwartet wurden. Nun verteilten wir noch die Fundgegenstände und einige Esswaren und zelebrierten ein Abtreten, bis einer nach dem anderen sich verabschiedete und sich auf den Weg ins trockene zu Hause machte.

Wir alle hatten ein fantastisches Lager erlebt, so viele tolle Ereignisse, spannende Aktivitäten, viele Abenteuer, neue und alte Bekanntschaften gepflegt und eine super Zeit verbracht.

 

Allzeit Bereit

Nala & Lavaja

 


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