Pfaditag 2008 - Die Antike

Eine Reise in eine längst vergangene Zeit

Ein Bericht vom Pfaditag 2008


Am 29. März 2008 traf sich die Pfadiabteilung Albis&Felsenegg beim Vitaparcours Parkplatz Beerimoos an der Grenze zu Bonstetten, Stallikon und Wettswil. Dort erwartete uns ein verzweifelter Platon, ein griechischer Philosoph aus der Antike. Er hielt eine Büchse in der Hand, welche er als die Büchse der Pandora bezeichnete. Sie war, so erzählte er, das Geschenk von Zeus an Pandora. Pandora wurde es aber verboten, die Büchse zu öffnen, jedoch konnte sie ihre Neugierde nicht unterdrücken und wollte einen Blick hinein werfen. In diesem Moment entwich alles Unheil aus der Büchse, welches die Menschen dieser Zeit noch nicht kannten und deshalb bis anhin sorgenfrei leben konnten. Unheile wie Krankheit, Unglück und Krieg verbreiteten sich über die Ländereien der Völker der Antike. Nur die Hoffnung blieb noch in der Büchse zurück, als Pandora sie nach dem ersten Schrecken sofort verschloss. Platon war sehr besorgt über den allgemeinen Zustand seiner Zeitepoche und bat uns um Hilfe, um die Antike vor dem Untergang zu bewahren. Dank Erzählungen und Nachforschungen konnte Platon in einer Karte einzeichnen, wo sich diese Unheile ausgebreitet haben.

Wir machten uns auf den Weg zur ersten Markierung auf der Karte. Plötzlich rannten uns einige Ägypter schreiend über den Weg, sie flüchteten von einer schrecklichen Mumie. Einige Meter weiter, entdeckten wir die Ägypter hinter einem Busch versteckt. Sie erzählten, dass wegen einer Dürreperiode grosse Hungersnot herrsche und deswegen Gräber geplündert worden sind. Denn die Ägypter legten wertvolle Grabbeigaben in die Grabkammern ihrer Toten, unter anderem auch Nahrung. Die Mumien erstehen deswegen zum Leben und terrorisieren die hungernden und unschuldigen Bewohner. Um diese Grabbeigaben wieder zu erlangen, mussten wir auf Seilbrücken über einen gefährlichen Graben, welcher mit giftigen Spinnen, Skorpionen und Schlangen gefüllt war. Dann fanden wir das Versteck der gestohlenen Grabbeigaben und gleichzeitig das Unheil „Hunger“, das wir sofort in die Büchse der Pandora einschlossen. Nachdem wir die Grabbeigabe neben das Grab gelegt hatten, kehrte die Mumie wieder zurück in ihre Ruhestätte.

Nun ging die Reise weiter in Richtung eines Gewässers, doch an einer Stelle war der Weg versperrt. Als wir uns den Weg frei räumen wollten, sprangen aus dem Hinterhalt maskierte Gauner hervor und stahlen uns die Büchse der Pandora. Wir nahmen natürlich sofort die Verfolgung auf und konnten die Räuber nach kurzer Zeit überwältigen. Zugleich konnten wir das Unheil „Kriminalität“ einfangen.

Am Rande eines Gewässers trafen wir auf eine Sippe Wikinger, welche über den Verlust ihres einzigen Schiffskonstrukteurs klagten. Er starb an einer schlimmen Krankheit, die schon einige Stammesmitglieder dahingerafft hat. Leider ging beim letzten Sturm auch ihr einziges Schiff unter, das für die Sippe überlebenswichtig war. Die Pfadis waren natürlich sofort hilfsbereit und bastelten den Wikinger kleine Schiffsmodelle, welche dann später im Grossformat nachgebaut werden könnten. Im Sumpf am Ufer des Gewässers fanden wir dann unser drittes Unheil „Krankheit“.
Als nächstes trafen wir eine Römerin, sie erzählte uns, dass das römische Reich am zerfallen wäre, da Gier, Egoismus und Grössenwahnsinn über die Römer gekommen ist. Das römische Volk bräuche einen starken Anführer, um das Reich wieder zu einen. Caesar wäre der richtige Mann dafür, doch leider sei er sehr eitel und würde ohne seinen Lorbeerkranz nicht regieren wollen. Unsere Aufgabe bestand darin, den Lorbeerkranz in den unterirdischen Gängen des Kolosseums zu finden, wo er ihn verloren hatte. Dies erwies sich als eine nicht so leichte Aufgabe, sich in einem sehr finsteren Labyrinth aus Blachen zu orientieren. Denn es beinhaltete diverse Sackgassen, Abzweigungen und sogar ein Alarmsystem eines schlafenden Wärters. Es waren einige Fäden, an welchen Glöckchen befestigt waren. Den quer gespannten Fäden musste man gekonnt ausweichen, damit der schlafende Wärter nicht aufwachte und uns aus dem Labyrinth jagte. In den Gängen fanden wir dann den Lorbeerkranz, sowie die drei Unheile „Gier“, „Egoismus“ und „Grössenwahnsinn“, die die Pfadis sofort in die Büchse der Pandora packten, damit sie keinen Schaden mehr anrichten konnten.

Dann ging es weiter in das Gebirge der Anden, dort kam uns ein aufgeregter Inka entgegen und berichtete uns, dass sein Kollege dem Sonnengott geopfert werde soll. Wir rannten sofort auf den Gipfel und hörten das qualvolle Schreien einer Person. Der Sonnengott spie Feuer und wollte so einen Inka braten. Wir konnten ihn vertreiben, sowie den gefesselten und leicht angebrannten Inka befreien. Er erzählte uns, dass der Sonnengott das Unheil „Folter“ am Gürtel trage und diese Opferungen kein Ende haben wird, bis wir ihm dieses Unheil wegnehmen. Um den Sonnengott wieder anzulocken, fesselten wir einen mutigen Pfadi an den Opferpfahl. Als dann der Sonnengott wieder erschien, überwältigten ihn die mutigen Pfadis und sperrten das Unheil „Folter“ ein. Zugleich hängten wir dem Sonnengott die „Hoffnung“, welche anfangs in der Büchse verblieben war, an seinen Gürtel. So sollte die Hoffnung überall, wo das Licht der Sonne hingelangt, in der Antike verbreitet werden.

Zurück beim Vitaparcours Parkplatz mussten wir mit Entsetzen feststellen, dass sich alle vier Völker für eine Schlacht aufgestellt hatten. Doch die Pfadi bemerkten das Unheil „Krieg“ auf einem Banner eines Kriegers, welches sie schnell einfangen konnten. Dann fielen sich alle Personen in die Arme und schlossen Frieden.

Als Belohnung gab es dann für die Pfadis den Schatz der Antike, der eine ganze Kiste Süssigkeiten beinhaltete.

Zusammenfassend kann man von einem erfolgreichen Tag sprechen, nicht zuletzt weil sich 13 neue Gesichter unserer Gruppe angeschlossen haben.

Allzeit bereit und mis bescht

Luchs