Leiteranlass 2013

Trotz eisigem Wind versammelten wir (Bageera, Baloo, Condura, Kängi, Keck, Makoma und ich) uns früh am Morgen am Bahnhof Bonstetten-Wettswil. Von dort fuhren wir über eine Stunde lang in Richtung Basel, das Ziel war allen ausser Keck und Bageera unbekannt.

Als wir nach der langen Fahrt auf einem Parkplatz anhielten und uns endlich dazu überwunden hatten aus dem Auto zu steigen, erwartete uns draussen wieder der kalte Wind.

Die wagemutige Gruppe vor dem Nidlenloch
Die wagemutige Gruppe vor dem Nidlenloch

Wegen dem Nebel erkannte man nicht viel, doch was man sah, war eisiger Boden und verschneite Bäume und Felder. Nun wurde das Geheimnis gelüftet: wir gehen ins Nidlenloch, das ist ein über sieben Kilometer langes Höhlensystem. Doch zuerst mussten wir uns unsere Helme und Rucksäcke aufschnallen und uns auf den Weg zur Höhle machen.
Während dem etwa 15 minütigen Marsch machten einige unfreiwillig Bekanntschaft mit dem harten, rutschigen Boden. Als wir beim Restaurant, in dem unser Führer auf uns wartete, ankamen, genehmigten wir uns erstmal eine heisse Schokolade.

Der beschwerliche Aufstieg zum Nidlenloch
Der beschwerliche Aufstieg zum Nidlenloch

Nachdem wir uns gestärkt hatten, zogen wir unsere höhlentauglichen Kleider an, setzten unsere Helme auf und stiegen hinauf zum Eingang des Nidlenlochs. Dort verbarg sich hinter einem kleinen Eisentor ein dunkles Loch, in das wir hinuntersteigen sollten.

Am Anfang geht es steil bergab
Am Anfang geht es steil bergab

Einer nach dem anderen zwängten wir uns durch den niedrigen Eingang. Da der Einstieg besonders steil war, mussten wir uns an einer am Felsen befestigten Eisenkette festhalten. Dann seilten wir uns rückwärts das letzte Stück ab. Von hier aus ging es weiter über und unter Gesteinsbrocken hindurch. Obwohl ich die Kleinste unserer Truppe war, schlug ich meinen Kopf oft am Gestein an, doch zum Glück trugen wir alle Helme, so dass uns nichts passieren konnte.

Bald kamen wir zur ersten Engstelle, durch die man sich nur bäuchlings liegend hindurchzwängen konnte. So bewältigten wir zwei Stunden lang weitere Engstellen, steile Abschnitte, die nur durch einen gewagten Sprung in die Tiefe zu überwältigen waren und Spalten, über die wir wie kleine Akrobaten kletterten.

Dann war es Zeit für eine Mittagspause. Wir löschten alle unsere Lampen aus und assen im Dunkeln. Es war so dunkel, dass man nicht einmal seine eigene Hand vor den Augen sah. Als wir alle wieder gestärkt waren, machten wir uns auf den Rückweg. Auf diesem schlängelten wir uns durch den Helvetergang, die engste Stelle des Nidlenlochs, und erneut überwanden wir ohne zu zögern alle Felsen und Spalten, die sich uns in den Weg stellten.

Letzter Engpass vor der Mittagspause
Letzter Engpass vor der Mittagspause
Letzter Engpass vor der Mittagspause

Nach etwa drei einhalb Stunden standen wir alle erschöpft, aber unverletzt wieder draussen am hellen Tageslicht. Nur meine Regenhose hatte das Abenteuer nicht ganz unbeschadet überstanden. Nun kehrten wir zum Restaurant zurück, zogen uns um und gönnten uns noch ein warmes Getränk, bevor wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz machten.

Dort verstauten wir unsere Rucksäcke und Helme wieder im Kofferraum und setzten uns ins Auto. Auf der Rückreise luden wir Kängi zu Hause ab und fuhren dann auf kürzestem Weg zu Bageera, wo wir gesunden Salat für das gemeinsame Abendessen zubereiteten und Spaghetti kochten.
Bald war alles bereit und wir schlugen uns die Bäuche mit dem leckeren Essen voll. Überrascht wurden wir mit einem feinen, von Bageera selbst gemachten Dessert. Als auch das in unseren Bäuchen verschwunden war, machten wir uns langsam auf den Weg nach Hause. So endete der erlebnisreiche Tag…

Allzeit bereit

Lavaja